Klinik Hoher Meißner Bad Sooden-Allendorf - Fachklinik und Reha-Klinik für Physikalisch-Rehabilitative Medizin und Schmerzbehandlung.
Druckversion vom 12.03.2009
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Seite: Parkinson-Erkrankungen


Parkinson-Syndrome

Nachdem in den westlichen Industrieländern die Lebenserwartung ständig steigt und die Parkinson-Krankheiten typischerweise im höheren Lebensalter auftreten, müssen wir zunehmend mehr Patienten erwarten. Dabei sind verschiedene Erkrankungen zu unterscheiden, die zu einem ähnlichen Erscheinungsbild führen können, insbesondere der Morbus Parkinson, die progressive supranukleäre Blickparese (Steele-Richardson-Olszewski-Syndrom) und die Multisystematrophien. Die 4 Kardinalsymptome des Morbus Parkinson sind die Verlangsamung der Bewegungsabläufe (Bradykinese), die Steifigkeit der Muskulatur (Rigor), ein Zittern in Ruhe (Tremor) und Störungen der Aufrechterhaltung des Gleichgewichts (Posturale Instabilität). Dazu kommen oft Sprechstörungen, die Sprache wird zunehmend leiser und monoton. Auch können bei einem Teil der Patienten Störungen von Gedächtnis und Konzentration beobachtet werden. In Deutschland geht man von einer Gesamtzahl von 250.000-400.000 Patienten mit dem Morbus Parkinson aus.

Beim Morbus Parkinson werden insbesondere Medikamente eingesetzt, die das vermindert produzierte Dopamin kompensieren sollen. Hier steht uns heute ein breites Spektrum verschiedenartiger Substanzen zur Verfügung. Mindestens genauso wichtig wie die Medikamente sind aber auch die weiteren Therapiefacetten der Rehabilitation. Zur Rehabilitation ist ein interdisziplinär arbeitendes Team aus Ärzten, Krankengymnasten, Ergotherapeuten, Logopäden, Sozialarbeitern und Psychologen notwendig. Zu den wesentlichen Zielen der Rehabilitation zählt es, die bestehenden motorischen Funktionen zu erhalten und verbessern, die Haltungsregulation zu aktivieren, die motorische Reaktionsfähigkeit zu verbessern, die Spannung der Muskulatur zu regulieren und den Bewegungsantrieb und Bewegungsfluss durch innere und äußere Taktgebung zu verbessern.

Ein wichtiges Behandlungsgebiet sind auch die Sprech- und Schluckstörungen. Außerdem ist den oft beobachteten Kreislaufregulationsstörungen entgegenzuwirken. Wichtig ist die Vermeidung und Behandlung von Schmerzen, die besonders im Schulter- und Nackenbereich sehr oft angegeben wird. Auch die positiven Auswirkungen verschiedener physikalischer Therapien auf die psychologischen Situationen der Betroffenen dürfen nicht übersehen werden. In der Klinik Hoher Meissner wird individuell für den Patienten je nach der im Vordergrund stehenden Symptomatik und dem Schweregrad das Therapieprogramm zusammengestellt. Erfordert die Erkrankung in ihrem Verlauf durch eine Verschlechterung von Funktionen eine Rehabilitationsmaßnahme, so kann sie auch in deutlich kürzeren Abständen erfolgen als alle vier Jahre, wenn notwendig jährlich.

Mit einem entsprechenden Antrag durch den Hausarzt oder betreuenden Neurologen wendet man sich an den zuständigen Kostenträger. Für Berufstätige ist der zuständige Kostenträger der Rentenversicherungsträger, also DRV-Bund oder LVA. Geht es bei der Reha-Maßnahme nicht um den Erhalt der Arbeitsfähigkeit, ist die Krankenkasse anzusprechen. Die Behandlung muss in einer Rehabilitationsklinik stattfinden, die in der Behandlung der Parkinson-Krankheiten kompetent ist. In der Klinik Hoher Meissner werden regelmäßig Patienten mit Parkinson-Syndromen behandelt.



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Formulare

... zur Übernahme der Kosten der Rehabilitation durch den entsprechenden Kostenträger finden Sie hier als PDF-Dokumente:

Siehe auch:


Ausführliche Informationen

über Häufigkeit, Symptomatik, Diagnostik und Therapie der Parkinson-Erkrankungen finden Sie auf unserer Seite

www.krankheit-parkinson.de


 
 


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