Klinik Hoher Meißner Bad Sooden-Allendorf - Fachklinik und Reha-Klinik für Physikalisch-Rehabilitative Medizin und Schmerzbehandlung.
Druckversion vom 24.02.2009
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Seite: Perspektiven der Klinik-Sozialarbeit ausgelotet


Perspektiven der Klinik-Sozialarbeit ausgelotet

In der Klinik Hoher Meissner in der Kurstadt tagten Krankenhaus-Sozialarbeiter

(HNA, 30.05.2002)

Bad Sooden-Allendorf. Welche Probleme - aber auch Chancen - hat die Krankenhaus-Sozialarbeit? Das war die zentrale Frage beim Workshop für Sozialarbeiter aus Hessen, Niedersachsen und Thüringen, die sich zum zweiten Mal in der Klinik Hoher Meissner trafen.
Dr. Carsten Schröter, Chefarzt der Neurologischen Abteilung und Dr. Petra Brückner, leitende Oberärztin der Orthopädischen Abteilung, führten durch die Veranstaltung.

Ulrich Meier, Leiter des Geschäftsbereiches Krankenhausfinanzierung der Hessischen Krankenhausgesellschaft, erläuterte die augenblicklichen und zukünftigen Auswirkungen der Fallpauschalen (DRG). Die Liegedauer von Patienten müsse begrenzt werden, andererseits sei aber auch dafür Sorge zu tragen, dass Verlegungen und Entlassungen nicht zu früh erfolgten, um den Gesundungsprozess und Heilungsverlauf von Wunden nicht zu gefährden.
Um Entlassungen oder Verlegungen in Rehabilitationskliniken möglichst gut vorbereitet und zum optimalen Zeitpunkt zu erreichen, werde der Krankenhaussozialdienst von großer Wichtigkeit sein.

Müssen Patienten länger als für die Behandlung notwendig im Krankenhaus versorgt werden, weil die Versorgung zu Hause nicht gewährleistet ist oder Betten in Reha-Kliniken nicht rasch vermittelt werden können, kann dies für das Krankenhaus teuer werden.
Da in Fallpauschalen vergütet wird sein und nicht mehr in Tagessätzen, kann dies zu einer finanziellen Belastung des Krankenhauses und damit einer Verschlechterung im Wettbewerb führen.
Ausführlich stellte im Weiteren die Sozialpädagogin Sabine Prange, Leiterin des Krankenhaussozialdienstes des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf, dar, wie ein Krankenhaussozialdienst seine Aktivitäten klassifizieren und damit auch transparent machen kann. Das von ihr dargelegte System, lässt auch eine Schätzung zu, wie teuer die Komponenten der Sozialarbeit sind. Kurzum: So wird deutlich, wie teuer das Ausweiten der Sozialarbeit kommt, wenn dies im Krankenhaus notwendig wird.

Gabriele Schubert, Leiterin des Sozialdienstes des Uni-Klinikums Frankfurt, hat ein solches System bereits eingeführt und die Kosten damit transparent geworden sind.
Unter dem zunehmendem Ärztemangel in den Krankenhäusern könnte durch eine Umverteilung entsprechender Aufgaben eine Entlastung im ärztlichen Bereich erreicht werden.

Nach einer sehr kontroversen und spannenden Diskussion stellten Dr. Carsten Schröter und Dr. Petra Brückner die Reha-Phasen von Patienten nach Beendigung der Akutbehandlung dar. Petra Brückner stellte sehr eindrucksvoll die Notwendigkeit der Behandlung älterer multimorbider, so genannter geriatrischer Patienten dar. (nh/tko)





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