
Die Arthrose, oder auch Verschleißerkrankung der Gelenke, stellt in Deutschland eine Volkskrankheit dar und ist die häufigste Erkrankung des Stütz- und Bewegungsapparates. Der Gelenkverschleiß kostet den Kranken- und Rentenkassen in Deutschland jährlich mehr als 8 Milliarden Euro (nach Berechnung des Zentralinstitutes für Krankenkassen in München). Etwa 5 Millionen Menschen leiden in Deutschland an arthrosebedingten Beschwerden, deren Häufigkeit mit steigendem Alter zunimmt. Im Jahre 2010 wird jeder fünfte in Deutschland von Arthrose betroffen sein.
Bereits jetzt werden jährlich in Deutschland ca. 120.000 künstliche Hüft- und ca. 75.000 künstliche Kniegelenke eingesetzt. Hinsichtlich der Arthrosehäufigkeit sind vor allem die Gelenke der unteren Extremitäten, primär die Kniegelenke und sekundär die Hüftgelenke betroffen. Ein Gelenkverschleiß kann sich aber auch an den Gelenken der oberen Extremitäten, wie Daumensattelgelenken, Fingergelenken, Ellenbogengelenken und Schultergelenken entwickeln. Auch die normalen Alterungsvorgänge beruhen auf degen. Veränderungen.
Sie führen aber in der Regel nicht zu solch einem ausgeprägten Verschleiß des Gelenkes, wie die eigentlich degenerative Erkrankung. Ein normales Gelenk, welches in einem altersentsprechenden Maß Alterungsvorgänge zeigt, ist bis ins hohe Alter funktionstüchtig. Der Gelenkknorpel sieht normal aus. Die Arthrose ist somit keineswegs eine zwangsläufige, unabwendbare Erscheinung im Alter.
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Aktualisiert am 12.03.2009