
Entscheidend für die Sprunggelenksarthrose sind Degenerationserscheinungen des Gelenkknorpels. Häufige Ursachen hierfür sind eine erhöhte mechanische Beanspruchung wie ein durchgemachter Knöchel- oder Gelenkbruch, Gelenkentzündungen, aber auch Fehlstellungen. Die Sprunggelenksarthrose zeigt in der Regel einen schleichenden chronischen Verlauf, welcher typischerweise mit einem Sprunggelenksschmerz unter Belastung beginnt. Ein begleitender Gelenkerguss oder Schwellung sind dabei nicht selten. Parallel zum Voranschreiten der Sprunggelenksarthrose nimmt die Schmerzintensität zu. Anfangs treten bei den ersten Schritten am Morgen oder nach einer Ruhephase sog. "Anlaufschmerzen" auf. Die Umgebungsmuskulatur schwindet. Später kommt es zur Gehbehinderung, verbunden mit Fehlbelastung von benachbarten Gelenken. Im fortgeschrittenen Stadium der Sprunggelenksarthrose bestehen auch Ruheschmerzen (Nachtschmerzen), ausgeprägte Beweglichkeitseinschränkung der Sprunggelenke bis hin zur totalen Gelenkversteifung.
Diagnostik:
Neben der ausführlichen Erhebung der Vorgeschichte und einer gründlichen klinischen Untersuchung ist das wichtigste Diagnosemittel der Sprunggelenksarthrose das Röntgenbild in zwei Ebenen. Es zeigt folgende typische Veränderungen: Gelenkspaltverschmächtigung, knöcherne Randanbauten im Gelenkbereich oder Zystenbildung.
Therapie / Rehabilitation:
Therapeutisch stehen in der Anfangsphase der Sprunggelenksarthrose Reduktion von Überbelastungen, ein breites Spektrum physiotherapeutischer Maßnahmen, Gewichtsabnahme sowie medikamentöse Therapie, z.B. mit nichtsteroidalen Antirheumatika im Vordergrund. Physiotherapeutisch bietet unsere Klinik spezielle fußgymnastische Behandlungen in Einzel- und Gruppentherapie (unter Einschluss der manuellen Medizin), sprunggelenksentlastende Bewegungsprogramme, z.B. im Wasser, und ein breites Spektrum physikalischer Ansätze (z.B. schmerzstillende/antientzündliche und abschwellende Strombehandlungen). Bei Notwendigkeit führen wir im Hause Injektionen (sog. Neuraltherapie) an den schmerzhaft funktionsgestörten Sprunggelenken durch. Orthopädietechnische Schuhzurichtungen (wie Puffer-Absatz oder Abrollhilfe) werden vor Ort realisiert.
Sind die konservativen Therapiemöglichkeiten im fortgeschrittenen Stadium der Sprunggelenksarthrose erschöpft, so ist die operative Sanierung des Gelenkes ins Auge zu fassen. Entweder wird dabei versteifend operiert oder heute in zunehmendem Maße unter Mobilitätserhaltung über die Implantation eines Kunstgelenkes (betreffend das obere Sprunggelenk).
Auch im Anschluss an die eben genannten operativen Maßnahmen besteht zur Erreichung eines funktionellen Optimalergebnisses konservativ-rehabilitativer Weiterbetreuungsbedarf und wir stehen Ihnen dabei jederzeit gern mit unserem Know how zur Verfügung.
Bei Sprunggelenksarthrosen oder auch nach Sprunggelenkoperationen können Sie gern Kontakt mit uns aufnehmen, am besten per Mail: Orthopädie.
Mit allen guten Wünschen für Ihre Gesundheit.
Ihr
Dipl. Med. Andreas Wagner
Facharzt für Physikalische
und Rehabilitative Medizin,
Chirotherapie, Sportmedizin
und Naturheilverfahren
- Oberarzt der Orthopädischen Abteilung -
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Aktualisiert am 16.12.2010