

Deutschland ist im Finale ist im Finale: In der Klinik Hoher Meissner in Bad Sooden-Allendorf löst sich die Spannung.
FOTO: von Rechenberg
Von Wolff v. Rechenberg
Werra-Meissner-Kreis. Die Sache ist ernst. Das spürte gestern nicht
nur Rudi Völler im fernen Südkorea, sondern auch die Fans in der
Heimat. Außergewöhnliche Anlässe, wie das gestrige Halbfinale der
Fußball-WM, erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. Im Witzenhäuser
Stadtkrankenhaus wurden "etliche" Fernseher von Patienten
angemeldet. Im Hess. Lichtenauer Rathaus hatte Bürgermeister Jürgen
Herwig einen Videoprojektor aufstellen lassen. Wer das Spiel sehen
wollte, musste allerdings seine Freizeit dafür opfern.
In der Klinik Hoher Meissner in Bad Sooden-Allendorf stand ebenfalls
eine Großbildleinwand bereit. Personal und Gäste zitterten mit der
deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Auf der Leinwand ging es da
zunächst ruhig zu. TV-Kommentator Heribert Faßbender versucht
Stimmung zu machen: "Sie drücken die Deutschen jetzt in deren
Hälfte." Reaktion im Saal: Ein nur mäßig beunruhigtes Murmeln. Die
Zuschauer sind sicher: An Olli Kahn geht sowieso nichts vorbei. In
der Halbzeit wird gefachsimpelt: "Die laufen, bis sie umfallen",
sagt Horst Weinrich, Kurgast aus Bad Emstal über die Koreaner.
Trotzdem sieht er bei den Deutschen eindeutige Überlegenheit in der
Kondition.
Holger Eckart, neben ihm tippt auf Elfmeterschießen. Das kann
Volker Burkhardt eine Reihe dahinter auf seiner Elf nicht sitzen
lassen: "Deutschland gewinnt 4:1!"
Klinikarzt Dr. Carsten Schröter ist da vorsichtiger. Er tippt auf
1:0 für Deutschland in der 88. Minute. Und weil man immer tun soll,
was der Doktor sagt, schießt Ballack uns mit einem einzigen Tor ins
Finale. Allerdings schon 10 Minuten früher: Da wird es noch
manchmal eng. Aber King Kahn vermasselt den Koreanern sogar
hundertprozentige Chancen. "Wenn wir den nicht hätten ..."
© 1997- Wicker-Gruppe |
Seite empfehlen |
Seitenübersicht |
Artikelübersicht |
Suche |
Aktualisiert am 21.12.2010