
Bad Sooden-Allendorf/Nordhessen
(Muskelreport 1/2001)
Auf Einladung des neuen Chefarztes der Neurologie, Herrn Dr. med. Carsten Schröter, haben Frau Kreiling, Herr May und der Unterzeichner die Klinik besucht. Für kurze Zeit nahm auch die Verwaltungsleiterin der Klinik, Frau Gisela Wicker, an der Unterredung teil.
Anlass für die Vorstellung dieser Klinik, die zum Wicker-Konzern
gehört, ist deren Absicht, zukünftig verstärkt ein Angebot für
Menschen zur Verfügung zu stellen, die an einer neuromuskulären
Erkrankung leiden.
Dieses, noch im Aufbau befindliche Angebot wurde von Herrn Dr.
Schröter detailliert dargestellt. Neben den theoretischen
Erläuterungen des Klinikkonzeptes nahm die Besichtigung der
Räumlichkeiten, insbesondere der Therapiestätten und der drei
unterschiedlichen Angebotsmöglichkeiten - je nach Pflegebedarf -
von Patientenzimmern (überwiegend Einzelzimmer), einen breiten Raum
ein.
Herr Dr. Schröter hat viele Jahre die Muskelsprechstunde in der
Neurologischen Klinik in Marburg (Muskelzentrum Marburg/Gießen)
abgehalten und auch in seiner Tätigkeit als Oberarzt an der
Weserbergland-Klinik, Höxter Erfahrungen in der Behandlung
Muskelkranker gesammelt.
Die KLINIK HOHER MEISSNER W. und M. Wicker OHG ist eine zertifizierte Fachklinik für Rehabilitations- und Präventionsmedizin. Sie beinhaltet eine Orthopädie und Rheumatologie, eine Neurologie und eine Innere Abteilung (AHB-Anerkennung für Orthopädie und Neurologie). Aufgenommen werden - jeweils fast zur Hälfte - Kassenpatienten und BfA-Patienten.
Die Klinik verfügt über 285 Betten, von denen 60 auf die Neurologie entfallen. In der Neurologischen Abteilung sind derzeit 13 Pflegekräfte eingesetzt. Zur Zeit werden in der Neurologischen Abteilung 8 Physiotherapeuten und 3 Ergotherapeuten beschäftigt. Außerdem bietet die Klinik auf Psychologen, Logopäden und Masseure bzw. medizinische Bademeister an. Neben einer umfangreichen Diagnostik-Abteilung liegt der Schwerpunkt der Klinik natürlich auf einem Therapiekonzept, das im Sinne einer ganzheitlichen Betrachtungsweise durchgeführt wird. Das heisst, dass sämtliche Maßnahmen in Ergänzung zueinander und als ineinandergreifendes Gesundheitskonzept angeboten werden. Dazu gehören auch Seminare für Patienten und Angehörige, Entspannungs-, Anti-Stress und Raucherentwöhnungsgruppen, Ernährungsberatung und ein breites Trainings- und Sportprogramm. Ein umfangreiches Freizeitangebot, bestehend u. a. aus Bastelgruppen, kulturellen Veranstaltungen und aktiver Freizeitgestaltung (z. B. Schwimmen, Wassergymnastik) wird zur Verfügung gestellt. Behaglich eingerichtete Zimmer, teilweise auch für Rollstuhlfahrer geeignet, und ein sehr ansprechendes Ambiente sowohl im Kommunikations- und Aufenthaltsbereich als auch in den Speiseräumen bzw. in der Cafeteria sollen für zusätzliches Wohlbehagen sorgen. Auf einer leichten Anhöhe in ruhiger Lage direkt am Waldrand gelegen, bieten 3 Terrassen - insbesondere die Dachterrasse - einen herrlichen Panoramablick über das schöne Werratal. Zusätzlich lädt ein Garten die Patienten zum Verweilen ein. Ein hauseigener Fahrdienst ermöglicht es Patienten, in die wunderschöne Fachwerkstadt, in das Kurzentrum oder zum bekannten Gradierwerk zu gelangen.
gez. H.-Peter Germandi
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Aktualisiert am 24.02.2009