

Dr. med. Joachim Joester, Dr. med. Carsten Schröter, Horst Raue
Herzstiftung und Kliniken starten Vortragsserie zur
Vorbeugung
(HNA, 03. Mai 2003)
Bad Sooden-Allendorf. "Ich doch nicht!" - So
reagieren die meisten Menschen, wenn es um die Themen Schlaganfall,
Herzinfarkt und Gefäßverschluss geht. Aber trifft es wirklich nur
die anderen? Die Antwort kann von einem auf den anderen Tag ein
über deutliches Nein sein. Aber dann ist es häufig schon zu
spät.
Vielleicht nur ein Warnschuss, endlich die schädlichen
Lebensgewohnheiten zu ändern, häufig sind jedoch irreversible
Schäden entstanden, im schlimmsten Fall der Tod eingetreten. Damit
dieses Schreckensszenario nicht Alltag bleibt in Deutschland,
engagieren sich Horst Raue, Regionalbeauftragter der Deutschen
Herzstiftung, Dr. med. Carsten Schröter, Chefarzt der
Neurologischen Abteilung, Klinik Hoher Meissner und Dr. med.
Joachim Joester, Oberarzt der Chirurgischen Abteilung des Stadt-
und Kreiskrankenhauses Witzenhausen, aktiv in der Aufklärungs- und
Präventionsarbeit. Sie raten allen Menschen, sich frühzeitig und
regelmäßig untersuchen zu lassen. Kaum jemand kennt seine eigenen
Blutwerte, Blutdruck und Zuckerwerte, bedauert Dr. Schröter.
Risikofaktoren, wie hoher Blutdruck, Rauchen, Übergewicht, Diabetes
mellitus, Herzrhythmusstörungen und Bewegungsmangel würden
allgemein unterschätzt. Die Statistiken sind alarmierend. Eine
Million Menschen leben in Deutschland mit den Folgen eines
Schlaganfalls, Zweihunderttausend erleiden jährlich einen
Schlaganfall. Innerhalb der ersten vier Wochen danach stirbt jeder
fünfte Patient.
Ein Jahr nach dem Schlaganfall sind fast 60% der Überlebenden
behindert, davon etwa zwanzig Prozent schwer bis sehr schwer. Es
sind sogar 3 bis 3,3 Millionen Menschen, die eine Verengung von
Arterien im übrigen Körper, insbesondere der Beinarterien
aufweisen. Anlässlich des Tages des Schlaganfalls am zehnten Mai
findet in Bad Sooden-Allendorf eine Vortragsreihe von Fachärzten
statt. Außerdem wird die Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe wieder
einen Risikotest herausbringen, bei dem sich gesundheitsbewusste
Bürgerinnen und Bürger ihr persönliches Risikoprofil für
Schlaganfall, Herzinfarkt und Gefäßverschluss erstellen lassen
können. Der zwölf Fragen umfassende Test wird vom Teilnehmer
ausgefüllt und mit einer Schutzgebühr für die Auswertung an die
Stiftung Schlaganfallhilfe geschickt. Sie erhalten dann ein
umfassendes, individuell abgestimmtes Risikoprofil mit Anleitung zu
Verhaltensänderungen und Möglichkeiten der Behandlung.
Interessierte können sich direkt wenden an Dr. med. Carsten
Schröter, Regionalbeauftragter Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe,
05652 - 55 861 und Horst Raue, Regionalbeauftragter der Deutschen
Herzstiftung 05652 - 1862. (ZBK)
Infos gibt es auch im Internet:
Vortrag auch in Klinikn(HNA, 03. Mai 2003)
Bad Sooden-Allendorf. "Die Klinik Hoher Meissner veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Deutschen Schlaganfall-Hilfe und der Deutschen Herzstiftung am 14. Mai um 19.00 Uhr einen Infoabend zum Thema "Herzinfarkt, Schlaganfall und arterielle Verschlusskrankheit - Ursache und Vorbeugung". Referenten werden Dr. med. T. Eggeling, Arzt für Innere Medizin, Dr. med. Carsten Schröter, Chefarzt der Neurologischen Abteilung der Klinik Hoher Meissner, und Dr. med. Joachim Joester, Oberarzt der Chirurgischen Abteilung des Stadt- und Kreiskrankenhauses Witzenhausen sein. Über die Erkrankungen, Ursachen und insbesondere die Möglichkeiten der Vorbeugung wird informiert. Die Veranstaltung findet i Vortragssaal statt. (ZBK)
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Aktualisiert am 24.02.2009