Die Klinik im Pressespiegel, eine Übersicht: Die Psyche spielt eine große Rolle Der Psychologe Jürgen K. Baum leitet den Bereich Verhaltensmedizin / Psychotherapie an der Reha-Klinik Hoher Meissner in Bad Sooden-Allendorf. (Schrot & Korn , bio verlag gmbh 9.10.2008) Nicht nur die Lage ist top (HNA vom 10.09.2008) Noch ist Heilung unmöglich (HNA vom 23.04.2008) Reha ist die Basis (HNA, 02. April 2008), Bad Sooden-Allendorf.
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Hilfe für Patienten und Angehörige

Schlaganfall

(HNA, 19.05.2000)

Eine neue Selbsthilfegruppe für Schlaganfall-Patienten soll für den Kreis aufgebaut werden. Den Anstoß soll eine Vortragsveranstaltung an der Klinik Hoher Meißner geben.

Bad Sooden-Allendorf. Jährlich erleiden 200000 Bundesbürger einen Schlaganfall. Derzeit dürften rund 800000 Menschen in Deutschland leben, die mit den Folgen des Schlaganfalls zu kämpfen haben.

Viele davon mit bleibenden Behinderungen wie Lähmungen und Sprachstörungen. Dr. med. Carsten Schröter, seit 1. März Chefarzt der Neurologischen Abteilung an der Klinik Hoher Meißner in Bad Sooden-Allendorf, hat die Initiative für den Aufbau einer neuen Selbsthilfegruppe im Kreis ergriffen.
In seinem früheren Tätigkeitsfeld an der Weserbergland-Klinik in Höxter hat er feststellen können, dass es dafür in der Region Höxter/Holzminden einen großen Bedarf gegeben hat. Zum ersten Vortrag kamen rund 120 Interessierte, in der Gruppe arbeiteten dann um die 60 Betroffene oder Angehörige mit.
Der Schlaganfall bedroht Menschen mit zunehmendem Lebensalter, aber auch die Gruppe der 40- bis 50-Jährigen kann der Schicksalsschlag ereilen. Und das aus heiterem Himmel. Sogar Kinder können betroffen sein.

Die häufigste Ursache von Schlaganfällen ist nach den Worten des Chefarztes in etwa 80% eine Mangeldurchblutung, weil eine zum Gehirn führende Arterie plötzlich verstopft ist. Die oft zugrundeliegende Arteriosklerose könne man nicht vollständig verhindern, aber aufhalten.
Eine wichtige Möglichkeit der Vorbeugung stellt das Erkennen der Risikofaktoren dar. Dazu gehören die aufmerksame Beobachtung des hohen Blutdruckes und die Behandlung von Fettstoffwechselstörungen, aber auch genügend körperliche Bewegung.
Aber nicht immer lässt sich ein Schlaganfall verhindern. Ein solches Ereignis verändert das Leben des Einzelnen und seiner Angehörigen erheblich: "Nichts bleibt, wie es ist." Für viele chronisch Erkrankte (z. B. Rheumatiker oder MS-Kranke) gibt es aktive Selbsthilfegruppen, für Schlaganfall-Erkrankte fehlen solche Einrichtungen noch in vielen Regionen. Deshalb soll mit der Gründung in der Kurstadt eine Lücke geschlossen werden.
Die Gruppen sollen Möglichkeiten zum Austausch von Erfahrungen und Informationen bieten. Es können eigene Therapiegruppen (Krankengymnastik, Ergotherapie und Logopädie) aufgebaut werden.

Dr. Schröter und Mitarbeiter der Klinik, die Deutsche Schlaganfallhilfe und auch die Krankenkassen wollen aktiv den Aufbau der Selbsthilfegruppe unterstützen. (k)

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