
Schlaganfall-Mobil
Schlaganfall-Betroffene finden Halt in einer Selbsthilfegruppe und
der Therapie
(HNA, ..........)
Stadt und Klinik Hoher Meissner machen gemeinsame Sache: Sie holen das Schlaganfallmobil der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe nach Bad Sooden-Allendorf.
Service: Dr. Carsten Schröter und Roman Otte haben das Schlaganfall-Mobil nach Bad Sooden-Allendorf umgeleitet - am Montag wird es vor dem Salzamt stehen. (FOTO. TKO)
Bad Sooden-Allendorf. 250000 Bundesbürger trifft jährlich der Schlag mit den folgenschweren Wirkungen. 50000 von ihnen sterben im ersten Monat nach dem Ereignis und 175000 behalten Folgeschäden. Alarmierende Zahlen, die die Gefährlichkeit der Volkskrankheit Schlaganfall kennzeichnet.
Informationen schaffen, das ist eine wichtige Voraussetzung, um die tödliche Waffe Schlaganfall zu entschärfen. Für Dr. Carsten Schröter, Chefarzt der Neurologie in der Klinik Hoher Meißner, fällt der Vorbeugung dabei eine entscheidende Rolle zu, deshalb hat Schröter das Schlaganfall-Mobil der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe nach Bad Sooden-Allendorf geleitet und sich dabei der Hilfe des Stadtmarketings bedient.
Am Montag, 11. März, wird der Info-Bus vor dem Salzamt der Kurverwaltung im Kurpark parken - bestückt mit Informationsmaterial und Experten. Von 10 bis 18 Uhr werden auch Dr. Carsten Schröter und die Apothekerin Dr. Meike Schöniger mit Tipps bereitstehen.
Tipps und Häppchen
Schröter bringt auch den Chefkoch der Klinik Hoher Meißner mit -
"er wird gesunde Häppchen zubereiten und Ratschläge für eine
risikoarme Ernährung geben", erläutert Schröter. Auch sollen Fragen
beantwortet werden wie: Was ist ein Schlaganfall? Was ist dann zu
tun?
Gemessen werden Blutdruck, Cholesterin und Blutzucker. Nach 10
bis 15 Minuten im Schlaganfallmobil soll für jeden Interessierten
ein ganz persönliches Risikoprofil stehen, ermittelt mit Hilfe
eines Computerprogrammes.
Das Risikoprofil gibt auch Aufschluss über die Gefahr einer sich
anbahnenden Gefäßerkrankung oder eines Herzinfarktes. "Diese
Erkrankungen stehen in engem Zusammenhang aus dem sich nahezu
identische Risikofaktoren ergeben."
Für Dr. Carsten Schröter geht es darum, breit über den
Schlaganfall zu informieren, zu zeigen, dass die Krankheit eines
Massenerscheinung ist. "Etwa jeder 150. Einwohner in Bad
Sooden-Allendorf hat statistisch einen Schlaganfall
erlitten".
Roman Otte, Tourismuschef in Bad Sooden-Allendorf, hat sofort
zugestimmt, als Dr. Carsten Schröter in Sachen Schlaganfallmobil
auf ihn zukam. "Ich freue mich über die Initiative", sagt Otte,
kommen doch nun private Klinik und Stadt aufeinander zu und bieten
etwas für die Menschen allgemein. Den Standort vor dem Salzamt hält
Roman Otte für optimal - "er ist rundum einzusehen".
Mitarbeiter aus dem Kurmittelzentrum werden ebenfalls dabei sein
und über die gesundheitsfördernden Behandlungen informieren.
Dr. Carsten Schröter möchte mit der Aktion aber noch eines: das
Bewusstsein der Menschen für die Gefahr Schlaganfall schärfen. "Wir
schauen doch gerne an den Risikofaktoren vorbei", schildert der
Mediziner, der bereits ein zweimaliges, dreißigminütiges
Ausdauertraining wie Schwimmen oder Laufen als "deutlich
risikomindernd ansieht. Eigentlich nicht zu viel verlangt -
oder?
Hintergrund:
Schlaganfall - Was ist
das?
Der Schlaganfall ist die Folge einer plötzlichen
Durchblutungsstörung des Gehirns. Ursachen dafür sind:
In Deutschland leben zurzeit rund 800000 mit den Folgen eines
Schlaganfalls. Statistisches Risiko: von 100000 Sechzig- bis
Siebzigjährigen bekommen pro Jahr rund 400 einen Schlaganfall. Bei
den 75-Jährigen sind es drei Mal so viele. Besonders gefährdet sind
aber nicht nur Ältere: auch Menschen unter 40 Jahren erleiden
Schlaganfälle.
Risikofaktoren sind: Hoher Blutdruck, Herzerkrankungen, Rauchen,
Zuckerkrankheit, hoher Fettgehalt im Blut, Übergewicht oder
Bewegungsmangel. TKO
Das Schlaganfallmobil kommt am Montag, 11. März, in den Soodener Kurpark. Kostenlose Beratung von 10 bis 18 Uhr. Außerdem gibt es Preise zu gewinnen, unter anderem einen Wellness-Urlaub. Ab 19 Uhr: Vortrag in der Klinik Hoher Meißner zum Thema Risikofaktoren und Rehabilitation nach Schlaganfall.
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Aktualisiert am 24.02.2009