
(HNA vom 2. Juni 2007)
Bundesverband Poliomyelitis zeichnet Klinik Hoher Meissner für besondere Rehabilitation aus
Bad Sooden-Allendorf.
Prüfung bestanden. Die Klinik Hoher Meissner, die zur Wicker-Gruppe
gehört, ist ausgezeichnet worden. Hans-Joachim Wöbbeking,
Vorsitzender des Bundesverbandes Polio übergab das
Qualitätszertifikat an Dr. Carsten Schröter. Die Klinik Hoher
Meissner ist eine von drei Rehabilitationskliniken bundesweit,
denen diese Ehrung zuteil wurde.
Zuvor hatte die Neurologische Abteilung zwei Tage auf dem Prüfstand
gestanden. Getestet wurden Struktur- und Prozessqualität sowie
Qualifikation der Mitarbeiter.
Die Neurologie der Klinik Hoher Meissner hat einen Schwerpunkt von überregionaler Bedeutung für Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen aufgebaut, zu denen auch Patienten mit dem Post-Poliosyndrom gehören. Die Patienten haben meist im Kindesalter die Kinderlähmung durchgemacht. Nach den Lähmungen haben sich Funktionen oft zunächst verbessert. Nach 30 bis 40 Jahren des stabilen Verlaufs können dann Abnahme von Kraft und Ausdauer, vermehrte Müdigkeit, Schmerzen in der Muskulatur und Probleme mit der Atmung auftreten. Ursache ist die Erschöpfung der verbliebenen Nervenfasern. Es wird vom Postpolio-Syndrom gesprochen. Eine ursächliche Therapie ist nicht bekannt. Wichtig sind die Aufklärung, die dosierte Krankengymnastik, das Vermeiden von Überforderungen sowie Verhaltensmaßnahmen. Der Patient muß lernen, mit den körperlichen Ressourcen hauszuhalten. Ziel der Reha ist es, dem Patienten all das zu vermitteln und das Verbessern der gestörten Funktionen durch Physio-, Ergotherapie und weitere Behandlungen zu erreichen. (tko)
Infos: www.polio.sh und Klinik Hoher Meissner, www.reha-klinik.de
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Aktualisiert am 24.02.2009