Die Klinik im Pressespiegel, eine Übersicht: Die Psyche spielt eine große Rolle Der Psychologe Jürgen K. Baum leitet den Bereich Verhaltensmedizin / Psychotherapie an der Reha-Klinik Hoher Meissner in Bad Sooden-Allendorf. (Schrot & Korn , bio verlag gmbh 9.10.2008) Nicht nur die Lage ist top (HNA vom 10.09.2008) Noch ist Heilung unmöglich (HNA vom 23.04.2008) Reha ist die Basis (HNA, 02. April 2008), Bad Sooden-Allendorf.
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Scheine im roten Schwein

Christian Keim
Christian Keim

(HNA, 02.11.2006)

Klinik Hoher Meissner:
Sammelaktion beschert Pat. längere Rehabilitation
Von Thomas Kopietz

Bad Sooden-Allendorf:

Christian Keim war verzweifelt. Seine Reha in der Klinik Hoher Meissner war beendet und konnte nicht mehr verlängert werden. Als andere Patienten die Tränen im Gesicht des 17-jährigen aus Grebenstein sahen, starteten sie am Donnerstag eine Sammlung. Mit Erfolg: Christian kann bleiben.

Bis Montag sammelten sich 1660 Euro -darunter viele Scheine- im roten Sparschwein. Die Klinikleitung legte den gleichen Betrag drauf, und so kann die Therapie bis zum 12. November bezahlt werden.

Dieser Reha-Nachschlag ist für Christian enorm wichtig. Denn der ohnehin durch ein frühkindliches Gehirntrauma gehandicapte Junge hatte sich im Sommer das Bein gebrochen. Eine Verletzung, die ihn weit zurückgeworden hatte.

"Er wollte unbedingt wieder allein in den Bus einsteigen können", schilderte Dr. Carsten Schröter die Motivation mit der Christian die Reha in der Klinik angetreten hatte. Von diesem Ziel aber war er am 26. Oktober noch weit entfernt.

Die von Patienten, Mitarbeitern und der Klinikleitung nun bezahlte Verlängerung entpuppte sich nun als Glücksfall, wie der Leiter der Neurologischen Abteilung schildert: "Wir haben gerade jetzt noch deutliche Fortschritte erreichen können, so dass Christian sein Ziel erreichen kann." Carsten Schröter wie Klinik-Verwaltungsleiterin Gisela Wicker jedenfalls sind begeistert vom Ergebnis und der Entwicklung der spontanen Spendenaktion, die in nur fünf Tagen auf die Beine gestellt wurde. "Das ist doch toll, ein Ausnahmefall", sagte Wicker. Als solcher solle er aber auch gewertet werden, denn das sei natürlich nicht täglich zu realisieren. Christian Keim aber freut sich am meisten über die Hilfe: "Ja!", sagte er begeistert auf die Frage, ob die Verlängerung etwas gebracht habe. Das rote Sparschwein jedenfalls will er gar nicht mehr aus der Hand geben.

Und wenn alles gut geht, dann kann er bald wieder alleine in den Schulbus einsteigen -dank der Solidarität von Mitmenschen.

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