Die Klinik im Pressespiegel, eine Übersicht: Die Psyche spielt eine große Rolle Der Psychologe Jürgen K. Baum leitet den Bereich Verhaltensmedizin / Psychotherapie an der Reha-Klinik Hoher Meissner in Bad Sooden-Allendorf. (Schrot & Korn , bio verlag gmbh 9.10.2008) Nicht nur die Lage ist top (HNA vom 10.09.2008) Noch ist Heilung unmöglich (HNA vom 23.04.2008) Reha ist die Basis (HNA, 02. April 2008), Bad Sooden-Allendorf.
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Schlaganfall – mehr als ein Thema

"Einschlag mitten im Leben" - Autorenlesung am 09. Mai in der Klinik Hoher Meissner
Von Dieter Möller

(HNA vom 03. Mai 2006)

Bad Sooden-Allendorf.
Aus heiterem Himmel erleidet die Autorin Ulrike Menke im Alter von 45 Jahren einen Schlaganfall. Jung und bislang gesund, fällt sie nicht in das Raster einer typischen Schlaganfallpatientin und so vergehen sechs Tage, fünf Arztbesuche sowie drei Schlaganfälle, bis die Diagnose Schlaganfall gestellt wird und die Behandlung beginnen kann. Als eine von jährlich 250.000 betroffenen Schlaganfallpatienten in Deutschland steht das Leben der selbständigen Unternehmerin, Hausfrau und Mutter plötzlich an einem Wendepunkt. Aus tiefster Verzweiflung und Hilflosigkeit findet sie den Weg ins "neue alte Leben" und doch ist nichts mehr wie vorher.
Am kommenden Mittwoch, 10. Mai 2006, ist in Deutschland der "Tag des Schlaganfalls". Im Vorfeld dieses Tages, am Dienstag, den 09. Mai um 19 Uhr, lädt die Schlaganfall-Selbsthilfegruppe Werra-Meissner in Zusammenarbeit mit Dr. med. Carsten Schröter, Chefarzt der Neurologischen Abteilung der Klinik Hoher Meissner in Bad Sooden-Allendorf und Regionalbeauftragter der Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe, in die Klinik im Ortsteil Sooden zu einer Lesung mit Ulrike Menke.

Schonungslose Offenheit
Die Autorin berichtet schonungslos von ihren Erlebnissen, Emotionen und Umständen der schlimmsten Zeit ihres Lebens. Für betroffene Schlaganfallpatienten, deren Familien und Freunde bietet das Buch wertvolle Informationen, über die die Autorin selbst gerne im Akutzustand verfügt hätte. Es hätte ihr damals Mut und Hoffnung vermitteln können. Insbesondere beinhaltet es Wissenswertes für junge Schlaganfallpatienten, denn nach Erfahrung der Autorin handelt es sich noch immer um eine Krankheit, in der sie sich als junge Frau unglaublich allein gelassen, hilflos und unverstanden fühlte.
Das Geleitwort zum Buch stammt vom früheren Bundesaußenminister Hans-Dieterich Genscher, der u. a. ausführt: "Dieser beeindruckende Erfahrungsbericht zeigt, wie wichtig es ist, frühzeitig über die Risiken, erste Anzeichen und die Folgen eines Schlaganfalls – der dritthäufigsten Todesursache in Deutschland – informiert zu sein. Ein Schlaganfall bedeutet immer eine alle Lebensbereiche berührende durchgreifende Veränderung, bei der die Betroffenen auf die Hilfe und den Zuspruch von außen angewiesen sind."
"In jedem Jahr gibt es 250.000 Schlaganfall-Erkrankte, da das Potential der Vorbeugung noch nicht ausreichend ausgenutzt wird. Es bleibt daher weiterhin wichtig, die Menschen, ob jung oder alt, für das Thema zu sensibilisieren", verweist Dr. med. Carsten Schröter auf den Hintergrund des Tages des Schlaganfalls. "Wie man an der Autorin sieht, können auch junge Menschen einen Schlaganfall erleiden, so dass die Thematik für alle Altersschichten gleichermaßen wichtig ist". Der Eintritt zur Lesung ist frei.

Hintergrund
Stichwort Schlaganfall:
Beim Schlaganfall handelt es sich um eine plötzlich auftretende Durchblutungsstörung des Gehirns, einen Hirninfarkt oder eine Hirnblutung. Ein Schlaganfall ist nach Herz-Kreislauferkrankungen und Tumorerkrankungen die dritthäufigste Todes Ursache in den Industrieländern
Darüber hinaus stellt ein Schlaganfall den wichtigsten Faktor für Langzeitbehinderung in Europa dar. Es wird angenommen, das in Deutschland etwa 250.000 Personen jährlich an einem Schlaganfall erkranken und ca. 100.000 Menschen mit den Folgen eines Schlaganfalls leben.
Was ist bei Auftreten eines Schlaganfalls zu tun? Wie der Herzinfarkt ist er ein medizinischer Notfall. Für eine gute Erstversorgung ist daher umgehend ein Transport in ein Krankenhaus vorzunehmen. Da Schmerzen fehlen, wird der Schlaganfall oft nicht als Notfall erkannt, und viele Patienten und Angehörige zögern, den Notruf abzusetzen. Daher ist die Kenntnis der Erstsymptome des Schlaganfalls besonders wichtig.
Typische Zeichen eines Schlaganfalls sind: Plötzlich auftretende Lähmungserscheinungen oder Gefühlsstörungen in einer Körperhälfte, Einengung der Gesichtsfelder, Doppeltsehen, Sehverlust, Gangunsicherheit, Stürze ohne erkennbare Ursache, akut auftretender Schwindel, Sprachstörungen und Schluckstörungen.

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