
Veranstaltung in der Klinik Hoher Meissner
(HNA, 08.11.2002)
Bad Sooden-Allendorf. "Gut angenommen" wurde von der Bevölkerung kürzlich die Informationsveranstaltung der Klinik Hoher Meißner zum Thema "Multiple Sklerose". Organisator Dr. Schröter war denn auch sehr zufrieden über den Besuch, aber auch die Qualität der Referate von Prof. Poser und Privatdozent Dr. Kitze (Universitätsklinik Göttingen).
Dr. Kitze berichtete über Ursachen, Entwicklung und
Erkrankungsverlauf von MS. Er informierte auch über den Stand der
Therapien: So sei ein wichtiges Standbein die Beeinflussung der
Körperabwehr über die Gabe von Interferone, deren Wirksamkeit neben
der anderer Medikamente belegt sei.
Frau Prof. Poser ging verstärkt auf die zuletzt immer mehr ins
Blickfeld Ermüdung als MS-Syndrom ein. Ermüdung könne zudem
verstärkt werden durch Schlafstörungen, Nebenwirkungen von
Medikamenten, nächtliche Bewegungsunruhe der Beine oder auch
Blutarmut. Medikamentöse Möglichkeiten hätten sich auch in diesem
Bereich deutlich verbessert, sagte Poser.
Dr. Carsten Schröter (Klinik Hoher Meißner) schilderte Wege und
Ziele der Rehabilitation von MS kranken Menschen. Dabei sei
festzustellen, dass während früher über eine Belastung
grundsätzlich gestritten wurde, heute kein Zweifel an einer aktiven
Rehabilitation bestünde.
Schröter stellte die Wichtigkeit von Reha-Teams heraus, die den
Kranken unterstützen. Auch die Bedeutung von Selbsthilfegruppen sei
hoch zu bewerten - dieses strichen übrigens alle Referenten
heraus.
Den augenzwinkernden Schlusspunkt bei der anschließenden Frage- und Diskussionsrunde setzte eine Erkrankte. Sie definierte das Kürzel MS mit: "Mach´s selbst" - ein konstruktiver und aktiver Umgang des Patienten mit seiner Erkrankung sei unumgänglich. (TKO)
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Aktualisiert am 24.02.2009