Die Klinik im Pressespiegel, eine Übersicht: Die Psyche spielt eine große Rolle Der Psychologe Jürgen K. Baum leitet den Bereich Verhaltensmedizin / Psychotherapie an der Reha-Klinik Hoher Meissner in Bad Sooden-Allendorf. (Schrot & Korn , bio verlag gmbh 9.10.2008) Nicht nur die Lage ist top (HNA vom 10.09.2008) Noch ist Heilung unmöglich (HNA vom 23.04.2008) Reha ist die Basis (HNA, 02. April 2008), Bad Sooden-Allendorf.
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Wenn der Schmerz chronisch wird

Großen Zuspruch fand die erste Soodener Schmerzwoche in der Klinik Hoher Meissner

(HNA, 31.03.2003)

Von Monika Unger

Bad Sooden-Allendorf. Glücklich und zufrieden mit der Resonanz der ersten Soodener Schmerzwoche waren die Macher. Chefärztin Dr. Petra Brückner, Chefarzt Dr. Carsten Schröter und Psychologe Jürgen Baum referierten anschaulich über der verschiedenen Bereiche der Schmerztherapie.

Nach dreimonatiger Vorbereitung stand das Wochenprogramm für Interessierte aus dem Werra-Meissner-Kreis und dem eigenen Haus, der Klinik Hoher Meissner. Die Besucherzahlen der Veranstaltungen im Vortragssaal der Klinik dokumentierten das rege Interesse für die Beiträge über Fibromyalgie (Muskulärer- oder auch Weichteilrheumatismus), Migräne, Arthrose, Gürtelrose und Bandscheibenvorfall sowie den abschließenden Therapietag.
Der Vortrag über Arthrose-Schmerzen bei Gelenkverschleiß der Chefärztin für Orthopädie, Dr. Petra Brückner, war der absolute "Renner" mit 130 Besuchern, gefolgt von den Ausführungen zum Thema Fibromyalgie des Chefarztes der Neurologischen Abteilung, Dr. Carsten Schröter. Insgesamt kamen vierhundertzwanzig meist Betroffene, um sich Informationen und Rat zu holen.
Der Therapietag am Samstag gab den Anwesenden die Gelegenheit, mit den drei Referenten zwischen den Themenvorträgen interessante Gespräche über alte und neue Medikamente in der Schmerztherapie, physikalische und Trainingstherapie und psychologische Schmerztherapie zu führen. Psychologe Jürgen Baum, seit 1993 an der Klinik tätig, gab Einblicke in das Zusammenspiel von Schmerz und Psyche.

"Es ist gut, dass der zusätzliche Stress, neben dem normalen Klinikalltag, ein Ende hat. Aber der Erfolg bestärkt uns darin, die Schmerzwoche fest zu etablieren," sieht Petra Brückner in die Zukunft. Der nächste wichtiger Termin für die engagierte Ärztin ist jetzt der 2. April. An diesem Mittwoch wird die Orthopädin, die seit 1990 an der Klinik tätig ist, als Chefärztin in ihr Amt eingeführt.

Viele Gespräche: Zwischen den Vorträgen bestand reichlich Zeit für Fragen an die Refereten. Dr. Carsten Schröter, Dr. Petra Brückner und Dipl.-Psychologe Jürgen Baum. FOTO: Unger

Hintergrund
Millionen Menschen leiden täglich
Der Schmerz hat lebenserhaltende Funktion, denn er weist auf eine drohende Schädigung des Körpers hin. Durch die Schmerzwahrnehmung wird eine Schutzreaktion ausgelöst. Probleme beginnen dann, wenn der Schmerz zu einer eigenen Erkrankung und damit chronisch wird. Fünf Millionen Bundesbürger sind davon betroffen. Als Volkskrankheit gelten chronische Rückenschmerzen, nur 15 bis 30 Prozent bleiben vollständig davon verschont. Eine weitere chronische Erkrankung, die zunehmend in den Blickpunkt gerät, ist die Fibromyalgie. Es handelt sich um ein den ganzen Körper betreffendes Schmerzsyndrom, oft verbunden mit Schwächegefühl, Müdigkeit, Schlafstörungen, Kopfschmerzen und erhöhter Infektanfälligkeit. Aktivierende, bewegungsfördernde Therapiekonzepte und zunehmende Anerkennung der psychologischen Schmerztherapie sind einige der Spektren zur Behandlung chronischer Schmerzen. (ZMU)

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